Elektronikversicherung
1. Was ist eine Elektronikversicherung?
Um die Geschäftstätigkeit jederzeit am Laufen zu halten, nutzen die meisten Unternehmen verschiedene elektronische Geräte. Dies ist immer mit hohen Folgekosten verbunden, wenn es beispielsweise durch Brand, Diebstahl oder Bedienungsfehler zu einer Störung kommt. Der Ausfall eines Computers oder Servers reicht oft aus, um einen ganzen Betrieb stark einzuschränken oder sogar ganz lahmzulegen. Bei längerem Stillstand könnten Umsatzeinbußen schnell in die Tausende gehen. Hinzu kommen Zusatzkosten, wie die Beschaffung von Ersatzgeräten. Je länger elektronische Geräte ausfallen, desto größer der finanzielle Schaden. Daher ist ein schneller und unbürokratischer Ersatz sehr wichtig, damit der Geschäftsbetrieb schnellstmöglich wieder aufgenommen werden kann.
2. Was ist versichert?
Die Elektronikversicherung leistet bei Schäden an elektrischen und elektronischen Geräten, wenn die Beeinträchtigung z. B. folgende Ursachen hat:
- Bedienfehler
- Vorsatz Dritter
- Ungeschicklichkeit
- Vandalismus
- Fahrlässigkeit
- Diebstahl
- Überspannung
- Einbruchdiebstahl
- Kurzschluss
- Raub
- Wasserschäden
- Brand
- Feuchtigkeit
- Blitzschlag
- Überschwemmung
- Explosion
Mit der Elektronikversicherung können nahezu alle elektronischen Anlagen und Geräte deines Betriebes versichert werden, dazu zählen:
- Datentechnik (EDV-Anlagen, PCs, Laptop, Drucker)
- Bürotechnik (Bürogeräte, Fremdsprachentechnik, Fotokopiergeräte)
- Mess-, Prüf- und Regelungstechnik
- Bild- und Tontechnik (Digitalkameras, Fernseher, Videotechnik)
- Medizintechnik (Röntgengeräte, Computer-Tomographie, Dialysegeräte)

Besonders wichtig ist der Schutz für Ärzte. Fast alle Arztpraxen arbeiten mit teurer Medizintechnik. Die Elektronikversicherung hat einen speziell für hochwertige Medizintechnik ausgerichteten Tarif für die elektronischen Anlagen und Geräte einer Praxis. Es können nicht nur Computer oder Bürogeräte versichert werden, sondern auch die Röntgenanlagen, Labor-, Ultraschall und Endoskopie Geräte.
3. Was zahlt die Elektronikversicherung?
Im Schadensfall bei wichtigen elektronischen Geräten kann der normale Betriebsablauf schnell zum Erliegen kommen. Damit der finanzielle Schaden so gering wie möglich gehalten wird, bietet die Elektronikversicherung Schutz für folgende Leistungen:
- Wiederbeschaffung
- Instandsetzung
- Reparatur
- Wiederherstellung
- Bei Totalschaden: Erstattung des Neu- oder Zeitwertes
4. Wann zahlt die Elektronikversicherung nicht?
Vom Versicherungsschutz sind folgende Schäden ausgeschlossen:
- Vorsatz durch den Versicherungsnehmer oder dessen Mitarbeiter
- Verschließ oder Alterung der Geräte
- Schäden durch Krieg oder Kernenergie
Auch Folgekosten nach einem Schaden sind nicht automatisch mitversichert. Zu Folgekosten gehören unter anderem Mietkosten oder Ertragsausfallkosten. Für letztere kommt z. B. die Betriebsunterbrechungsversicherung auf.
5. Welche Versicherungssumme brauche ich?
In der Elektronikversicherung basiert die Versicherungssumme auf dem Neuwert aller elektronischen Geräte. Die Versicherungssumme muss also für jeden Gegenstand separat mit dem jeweiligen Listenpreis ohne Rabatte festgelegt werden.
Für Neuanschaffungen während des Versicherungsjahres gilt eine Vorsorgeversicherung in Höhe von 30 % auf der zuletzt festgelegten Versicherungssumme.
6. Was kostet eine Elektronikversicherung?
Der Beitrag der Elektronikversicherung richtet sich nach der Variante sowie der benötigten Versicherungssumme.
Da zur Angebotsberechnung deutlich mehr Informationen benötigt werden als zum Versicherungsvergleich einer Kfz-Versicherung, kann man diese Frage pauschal auch nicht beantworten. Um überhaupt ein Angebot richtig berechnen zu können, ist ein Termin unabdingbar da jede Firma unterschiedlich zu behandeln ist und einzeln genau betrachtet werden muss.
Um ein für dich und deine Firma zugeschnittenes Angebot zu erhalten, vereinbare einen Termin mit unserem Gewerbespezialisten.
7. Was ist bei einer Inhaltsversicherung besonders wichtig?
Deine Inhaltsversicherung sollte auf jeden Fall die drei wichtigsten Merkmale versichert haben. Die grobe Fahrlässigkeit ist in der heutigen Zeit ein unbedingtes Muss und kann dich im Schadensfall vor bösen Überraschungen bewahren. Da du als Kunde im Schadensfall immer in der Beweispflicht bist, musst du im Schadensfall auch beweisen, wie der Schaden entstanden ist. Sollte die grobe Fahrlässigkeit nicht im Vertrag vereinbart sein, ist die Versicherung so lange im Recht, bis du bewiesen hast, dass der Schaden nicht grob fahrlässig herbeigeführt wurde.
Genauso wichtig wie die grobe Fahrlässigkeit ist der sogenannte Unterversicherungsverzicht.
Bei einem Unterversicherungsverzicht verzichtet der Versicherer im Schadensfall darauf zu prüfen, ob eine Unterversicherung vorliegt, und ersetzt den Schaden abzugsfrei bis zur vereinbarten Summe. Ist dieser Verzicht jedoch nicht vereinbart, darf der Versicherer im Falle einer Unterversicherung die Schadenzahlung anteilig kürzen.
Unbedingt sollte die Inhaltsversicherung auch eine Vorsorge enthalten, gerade im gewerblichen Bereich kann der Wert von Waren stark schwanken und so kann dir im Schadensfall schnell ein hoher Schaden entstehen, wenn unterjährig mal mehr Wert vorhanden sein sollte als eigentlich eingeplant.
8. Was kostet eine Inhaltsversicherung?
Der Preis einer Inhaltsversicherung richtet sich natürlich vor allem nach der Höhe der Versicherungssumme und der gewünschten Absicherung. In aller Regel ist eine sehr gute Absicherung aber schon für relativ kleines Geld zu haben. Am besten ist es jedoch, dass wir im Vorfeld eines Angebotes eine gemeinsame Bestandsaufnahme in deinem Unternehmen machen.